Der Verein "Labyrinth" e.V.

Über uns

 

Der Notruf Speyer für vergewaltigte Frauen und Mädchen ist eine Fachstelle zum Thema sexualisierte Gewalt.
Die Beratungsstelle wurde 1979 gegründet und versteht sich als Teil der autonomen Frauenbewegung. Basis unserer Arbeit ist ein feministischer Ansatz, der die grundsätzliche Parteilichkeit für Frauen beinhaltet.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt sich für uns nicht als individuelles Problem einzelner Frauen und Mädchen dar, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Machtstrukturen.

Sexualisierte Gewalt hat viele Erscheinungsformen. Sie beginnt mit der noch oft verharmlosten „alltäglichen“ Anmache in Form von sexistischer, oft frauenfeindlicher Sprache und reicht bis hin zu Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch.

Das Motiv für sexualisierte Gewalt ist nicht Sexualität, sondern Macht.

Sexualität wird funktionalisiert, um zu demütigen, zu erniedrigen und zu unterdrücken mit dem Ziel, sich selbst als mächtig zu erleben.

Bei allen Formen sexueller Übergriffe handelt es sich nicht um gewalttätige Formen von Sexualität, sondern um Gewalt, für die Sexualität als „Waffe“ benutzt wird.
Meist wird die Verantwortung für sexualisierte Gewalt den Betroffenen zugeschoben.

Unter Scham- und Schuldgefühlen leidend bleiben diese nicht selten allein. Sexualisierte Gewalt ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse, in denen Männer (und auch Jungen) ihre Machtstellung gegenüber Frauen und Mädchen sichern, indem Sexualität gezielt als Mittel zur Diskriminierung, Demütigung und Machtausübung eingesetzt wird.

Mehr als 80% der Täter sind Männer, deshalb sprechen wir im Folgenden von Tätern in der männlichen Form.

 

Anmache    Grabschen    Überreden    Nötigung

Verfolgung    Mobbing    Anrufe

Pornos    Erpressen    Blicke    "Sexting"

Zwang     „Schönheitswahn“   Missbrauch

Vergewaltigung   Belästigung    Stalking

 

Jede Frau reagiert anders auf sexualisierte Gewalt.
Auch extreme Gefühle und Verhaltensweisen können in dieser Situation auftreten. Frauen und Mädchen reagieren auf eine Vergewaltigung, auf sexuellen Missbrauch oder andere Formen sexualisierter Gewalt so unterschiedlich, wie sie in ihrer Persönlichkeit verschieden sind.

Viele betroffene Frauen und Mädchen leiden über Monate und Jahre hinweg unter dem Übergriff. Psychische oder körperliche Veränderungen sind dafür ein Zeichen. Sexualisierte Gewalt bedeutet immer und für jede Frau eine massive Verletzung ihrer Persönlichkeit und einen Eingriff in ihr Selbstbestimmungsrecht.

Finanzierung und Träger

 

Finanziert wird der Frauen und Mädchen Notruf hauptsächlich durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen sowie durch die Stadt Speyer.

Träger der Einrichtung ist der Verein „Labyrinth e.V.“

Förderbeiträge und Spenden unterstützen die Notrufarbeit

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Der Frauennotruf ist an den bff: Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe / Frauen gegen Gewalt angeschlossen.