Hat jemand deine Grenzen überschritten?
Ist dir etwas passiert, das dich verletzt hat?
Kam dir jemand körperlich sehr nah und du wolltest das nicht?
Passiert das vielleicht immer noch?
Bist du dir vielleicht nicht sicher, ob das was du erlebt hast sexualisierte Gewalt ist?
Wir kennen uns mit allen Formen von sexualisierter Gewalt aus und können dich beraten.
Wir hören dir zu und suchen gemeinsam mit dir nach Lösungen.
Du musst nichts tun, was dir nicht gefällt.
Was ist sexualisierte Gewalt?
Manchmal fällt es Mädchen und Frauen schwer zu erkennen, ob ein Verhalten ein Übergriff war.
Viele Menschen denken bei sexualisierter Gewalt zuerst an Vergewaltigung.
Aber sexualisierte Gewalt fängt viel früher an.
Das sind Beispiele für sexualisierte Gewalt:
- Jemand fasst dich an, küsst dich oder streichelt dich, gegen deinen Willen.
- Jemand will dich mit Sprüchen wie „stell dich nicht so an“ zu etwas überreden, dass du nicht tun willst.
- Jemand schickt dir Bilder oder Nachrichten, die du nicht willst.
- Jemand verbreitet intime Fotos von dir im Internet oder auf dem Handy.
- Jemand beschimpft dich oder belästigt dich.
- Jemand zwingt dich, Körperteile anzufassen.
- Jemand droht dir, damit du tust, was er sagt.
- Dein „nein“ wird nicht ernst genommen oder mit Absicht nicht gehört.
- Jemand hält dich fest und zwingt dich zu Sex. Das ist eine Vergewaltigung.
Wo kommt sexualisierte Gewalt vor?
Sexuelle Übergriffe kannst du überall erleben. Zum Beispiel:
- in der Schule
- zu Hause
- auf der Arbeit
- beim Arztbesuch
- in der Freizeit
- im Sportverein
- im Urlaub/ auf Reisen
Meistens kennst du die Menschen, die dir das antun.
Das können Verwandte, Freunde deiner Eltern, Nachbarn, Mitschüler, dein Partner oder Lehrer sein. Meistens sind die Täter Männer oder Jungen. Es kommt aber auch vor, dass Mädchen oder Frauen Täterinnen sind.
Was kannst du nach einem sexualisierten Übergriff tun?
Es gibt viele Arten zu reagieren. Jedes Mädchen reagiert anders. Alle deine Gefühle sind in Ordnung,
Manche Mädchen denken, sie sind selbst schuld. Das ist verständlich, aber es stimmt nicht.
Kein Mädchen ist schuld, wenn ihr etwas angetan wird. Schuld ist immer die Person, die die Grenzen überschreitet.
Es ist wichtig, über das Erlebte mit einer Vertrauensperson zu sprechen.
Zum Beispiel mit einer guten Freundin, deinen Eltern, einer Lehrkraft oder in einer professionellen Beratungsstelle.
Was können wir für dich tun?
Du kannst dich bei uns in der Beratungsstelle melden und mit uns sprechen.
Wir nehmen dich und deine Gefühle ernst. Wir glauben dir.
Wir suchen mit dir nach einer guten Lösung für dich.
Wir tun nichts ohne deine Zustimmung. Wir sagen niemandem, dass du mit uns gesprochen hast.
Du musst nicht sofort über alles reden. Du kannst auch nur eine Frage stellen.
Du entscheidest, was du erzählen möchtest. Du entscheidest, wie es weitergeht.
Du möchtest dich bei uns melden?
Du kannst bei uns in der Beratungsstelle anrufen. Unsere Telefonnummer lautet: 06232 – 2 88 33
Das sind unsere Telefonzeiten:
Montag: 9 - 16 Uhr
Dienstag: 10 - 12 und 14 - 16 Uhr
Donnerstag: 10 - 13 Uhr
Oder vereinbare einen Termin für ein Treffen in der Beratungsstelle.
Wenn du willst, kannst du jemanden zu dem Termin mitbringen.
Oder du schreibst uns über unsere Onlineberatung hier auf der Homepage. Ganz anonym und ohne uns deinen Namen zu sagen.
Alle Arten der Beratung sind für dich kostenlos.
Du darfst dir Hilfe holen.
Du hast ein Recht auf Unterstützung.

